Phyllopertha - Gartenlaubkäfer

 

Der zur Unterfamilie Rutelinae gehörende Gartenlaubkäfer Phylloperta horticola, wird noch heute als Schadinsekt eingestuft, da die Imagines nach ihrem Erscheinen im Juni neben Eichen-, Hasel- und Birkenlaub auch Rosen- und Kirschblüten fressen. Aufgrund der geringen Größe sind die Schäden i.d.R. vernachlässigbar und sollten im Garten toleriert werden.

Die Larven dieser Art entwickeln sich an Wurzeln von Gras- (Poaceae), Klee- (Trifolium spec.) oder Getreidearten. Von der „Deutschen Rasengesellschaft“ wird der Gartenlaubkäfer als wichtiger Rasenschädling für Golfplätze u. a. angesehen. Nicht zuletzt, da infolge des Vorhandenseins der Larven Folgeschäden durch Wildschweine, Maulwürfe und Dachse entstünden.

Diese Aussage ist m. E. inakzeptabel, da große artenarme Rasenflächen, wie Golfplätze, eine ökologische Verödung der Landschaft darstellen und daher nur im Ausnahmefall geduldet werden sollten.
 

Literatur:
Willner, Wolfgang: Taschenlexikon der Käfer Mitteleuropas. 1. Aufl. Wiebelsheim: Quelle und Meyer, 2013
Harde, Wilhelm; Severa, Frantisek: Der Kosmos Käferführer - Die mitteleuropäischen Käfer.3. Aufl. Stuttgart: Kosmos, 1988
Trautner, Jürgen et al.: Käfer - beobachten - bestimmen. 1. Aufl. Melsungen: Neumann-Neudamm, 1989
Klausnitzer et al.: Die Bockkäfer Mitteleuropas. Cerambycidae. Die Neue Brehm-Bücherei (Band 499), Wittenberg Lutherstadt 1978
Edmund Reitter: Fauna Germanica - Die Käfer des Deutschen Reiches. 5 Bände, Stuttgart K. G. Lutz 1908 - 1916, Digitale Bibliothek Band 134, Directmedia Publishing GmbH, Berlin 2006